Herzlich willkommen auf der Website von Prof. Dr. Marcus Albrecht.

Die Steuerungsinstrumente werden immer besser.
Und dennoch werden die Ziele oft nicht erreicht.
Woran liegt das?

Fragen Sie sich auch, wie Ihr Unternehmen oder Ihr Team seine Ziele zuverlässig erreichen kann? Auf diese Frage gibt es in der BWL und im Management zahlreiche Antworten. Die wenigsten davon helfen in der Praxis wirklich weiter.

Haben Sie beim Ausprobieren dieser vermeintlichen „Patentrezepte“ nicht auch die Erfahrung gemacht, dass sie am Ende kaum wirksam sind? Suchen Sie nicht auch nach Wegen, wie Sie sicherstellen können, dass Ihr Unternehmen oder Ihr Team Ziele tatsächlich erreicht?

Die Methoden, mit denen viele der Probleme entstanden sind, mit denen wir heute kämpfen, führen nicht (mehr) weiter. Um die Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft anzugehen, brauchen wir neue Antworten. Was es braucht, ist ein Perspektivwechsel:

Controlling & Data Science neu gedacht

Innovative Impulse für die Unternehmenssteuerung

Wer besser werden will, darf nicht einfach nur
mehr vom Selben tun.

I’ve never seen a company whose performance has improved by having some forecast out there by the CEO that we’re going to earn X.

Warren Buffet

Wenn ich mit Vorständen und Führungskräften spreche, höre ich oft ähnliche Statements:

Wir investieren in Planung. Prozesse werden optimiert, neue Technologien eingeführt – und doch wird die Planung weder schneller noch zuverlässiger.

Wir bauen unser Datenmanagement aus,  wir werten unser Reporting auf und investieren in KI – aber daraus entsteht nicht mehr Klarheit und Transparenz.

Wir schärfen unsere Anreizsysteme – und trotzdem wächst die Motivation unserer Mitarbeiter nicht in dem Maß, wie wir es erwarten.

Wir verbessern unser Controlling kontinuierlich – und dennoch wird unser Unternehmen weder stabiler noch erfolgreicher.

Investitionen in Controlling und Steuerung – warum bleibt der Return aus?

Der zugrunde liegende Mechanismus ist derselbe, den wir auch aus dem Sport kennen: Ein Langstreckenläufer, der sich verbessern möchte, erreicht sein Ziel nicht, indem er seine Energie auf immer längere Läufe verwendet. Fortschritt entsteht erst, wenn sich etwas im Training verändert – etwa durch kurze, intensive Intervalle.

Erst, wenn man die Dinge anders angeht, erreicht man auch seine Ziele besser.

Der eigentliche Hebel sind nicht die Instrumente -
sondern das Mindset.

Viele Unternehmen versuchen, besser zu werden, indem sie ihre Steuerungsinstrumente weiter optimieren – anstatt die Steuerung selbst zu hinterfragen. Vier persönliche Thesen hierzu:

Steuerung wird mechanisch statt dynamisch gedacht:

Steuerung wird vielfach so verstanden, als ließe sich ein Unternehmen wie eine Maschine bedienen: Man setzt einen Impuls und erwartet eine berechenbare Reaktion. Doch Organisationen folgen keiner einfachen Input-Output-Logik. Menschen interpretieren Vorgaben, reagieren auf ihren Kontext und treffen eigene Entscheidungen. Wirksame Steuerung bedeutet deshalb weniger, direkt auf ein Unternehmen einzuwirken, sondern vielmehr, einen Bedingungsrahmen zu setzen, der gutes und richtiges Entscheiden und Handeln ermöglicht.

Steuerungs wird hierachisch statt partizipativ verstanden:

Steuerung folgt häufig einer Logik von „oben führt“ und „unten führt aus“ . Doch der eigentliche Ort, an dem Ziele erreicht werden, ist nicht an der Spitze des Unternehmens, sondern dort, wo gearbeitet, operativ entschieden und gehandelt wird. Ziele werden nicht durch Vorgaben erreicht, sondern durch Ownership. Durch Vertrauen in diejenigen, die handeln und umsetzen sollen. Durch die Bereitschaft, ihnen etwas zuzutrauen und ihnen zu vertrauen – und durch konsequentes Feedback, das Orientierung gibt und Lernen ermöglicht.

Rationalität wird stärker betont
als Intuition:

Zahlen, Modelle und Analysen sollen Sicherheit schaffen und Entscheidungen objektivieren. Erfahrung, Intuition und Urteilskraft treten zunehmend in den Hintergrund – obwohl sie gerade dort unverzichtbar sind, wo Unsicherheit, Komplexität und Zeitdruck zusammentreffen. Modelle vermitteln Struktur, keine Gewissheit; sie bilden die Realität ab, ersetzen sie jedoch nicht. Wenn Rationalität einseitig überhöht wird, entsteht der Eindruck, Entscheidungen ließen sich berechnen. Tatsächlich werden sie dadurch oft nicht besser, sondern nur komplexer, langsamer und anfälliger für Fehlannahmen, die im Modell verborgen bleiben.

Mitarbeitende gelten als Objekt, nicht als Subjekt der Steuerung:

Mitarbeitende sind aber nicht Gegenstand der Steuerung (Objekt), sie sind Träger der Steuerung, diejenigen, die Steuerung "machen".  Sie nehmen Entwicklungen wahr, ordnen Situationen ein und übersetzen ihre Beobachtungen in Entscheidungen und Handlungen. Werden sie auf die Rolle von Ausführenden reduziert, durch Anweisung und Kontrollen geführt, ziehen sie sich zurück, bringen sich weniger ein und weichen aus. Wirksame Steuerung setzt daher voraus, Mitarbeitende als diejenigen zu verstehen, die Wahrnehmung, Urteil und Handeln miteinander verbinden. Erst dann entstehen Engagement, Kreativität und unternehmerisches Denken – und nur so schöpft ein Unternehmen seine Potenziale aus.

Was ein Perspektivenwechsel im
Controlling bringen muss

Wir arbeiten in Strukturen von gestern mit Methoden von heute an Problemen von morgen vorwiegend mit Menschen, die die Strukturen von gestern geschaffen haben und das Übermorgen in der Unternehmung nicht mehr erleben werden.

- Knut Bleicher -

Die Bedingungen, unter denen Unternehmen heute arbeiten, haben sich grundlegend verändert. Ein Zurück in vermeintlich stabile Zeiten wird es nicht geben. Controlling und Steuerung müssen mit der Zeit gehen – und dazu gehört selbstverständlich der sinnvolle Einsatz neuer Technologien. Data Science und KI helfen, Zusammenhänge besser zu verstehen und Entscheidungen fundierter zu treffen. Doch Technik ist nur eine notwendige Bedingung. Sie erleichtert vieles, macht aber noch nichts besser.

Für die Zukunft wird es vor allem darauf ankommen, eine einfache, aber grundlegende Wahrheit anzuerkennen: Ziele werden nicht von Computern, Kapital oder Technologien erreicht, sondern von Menschen. Von Menschen, die Bedürfnisse haben, die wissen, was sie wollen, und die über die Fähigkeit verfügen, das, was sie als gut und richtig erkannt haben, umzusetzen. In einer Controlling-Logik: Von Menschen, die die Ziele "ihres" Unternehmens als Teil ihrer eigenen Identität verstehen, die sich diese Ziele zu eigen machen und selbständig Wege suchen, sie zu erreichen. Menschen, denen Ziele vorgegeben werden, erfüllen Erwartungen oder auch nicht. Menschen, die sich aus freiem Willen gemeinsam etwas vornehmen, vollbringen Höchstleistungen.

Im Controlling/in der Steuerung wird auch künftig mit Modellen gearbeitet werden. Die verwendeten Modelle werden komplexer, datenreicher und leistungsfähiger – und genau das erweckt den Eindruck, sie würden auch besser. Doch Modelle sind immer vereinfachte Abbilder der Realität, sie sind niemals die Realität selbst – und was nicht Teil unserer Modelle ist, wird auch nicht Teil unseres Entscheidens. Maschinen können Entscheidungen unterstützen, doch je breiter ihr Einsatz wird, desto wichtiger wird es, ihre Grenzen angemessen in der Steuerung abzubilden. Wer das nachvollzieht, integriert menschliche Intuition bewusst in die Steuerung und kann gerade deshalb bessere Entscheidungen sicherstellen.

Und – last but not least – werden wir anerkennen und in der Steuerung abbilden müssen, dass gute Entscheidungen nicht aus Daten entstehen, sondern aus den richtigen Fragen, die an Daten gestellt werden. Analysen liefern Antworten – aber nur auf die Fragen, die wir stellen. Und nur wenn die Menschen im Unternehmen verstehen, wozu ihr Unternehmen da ist und welche Ziele wirklich verfolgt werden, können sie die richtigen Fragen stellen, Daten sinnvoll nutzen und daraus tragfähige Ableitungen für die Zielerreichung treffen. Steuerung muss die Menschen im Unternehmen bei ihrem Entscheiden und Handeln so unterstützen, dass sie effektive Gestalter einer erfolgreichen unternehmerischen Zukunft werden.

Sie möchten wissen, wie zeitgemäße Steuerung
in Ihrem Unternehmen konkret aussehen kann?
Wie der Schritt "Beyond Numbers" gelingt?

Genau darum geht es auf dieser Seite. Nicht um neue Schlagworte oder zusätzliche Instrumente, sondern um ein anderes, wirksames und zeitgemäßes Verständnis von Controlling und Steuerung – und dessen konkrete Umsetzung im Alltag von Organisationen.

Seit mehr als 35 Jahren arbeite ich in verantwortlichen Rollen in Praxis und Wissenschaft – in Controlling/Steuerung, Data Science und KI, Leadership und Transformationsprozessen. Mein Denken ist beeinflusst von der Systemtheorie, den neurobiologischen Erkenntnissen der letzten Jahrzehnte sowie psychologischen Arbeiten zu Motivation, Entscheidung und Verhalten – verbunden mit umfangreicher praktischer Fach- und Führungserfahrung. Auf dieser Seite teile ich Gedanken, Ansätze und Methoden, die sich im realen Unternehmenskontext bewährt haben und dazu beitragen, Controlling/Steuerung, Führung, Entscheidungen und Veränderung wirksam zu gestalten.

Ich bin überzeugt: Unternehmen, die diesen Paradigmenwechsel mitgehen, die Steuerung nicht als "technisches Instrument" verstehen, sondern als situatives Möglichmachen, gehört die Zukunft. Mögliches W(w)irklich machen. Denn diesen Unternehmen wird es gelingen, Kunden zufriedenzustellen, stabile finanzielle Ergebnisse zu erzielen (in genau dieser Reihenfolge) und zugleich die Welt zu bewahren, in der sie arbeiten.

Die Inhalte dieser Seite sollen dazu beitragen, Wissen zugänglich zu machen und weiterzugeben – damit Menschen und Organisationen erreichen können, was tatsächlich möglich ist.

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